Mark of Chaos - geniales Strategy
Neulich habe ich mir die Warhammer - Mark of Chaos - Gold Edition zugelegt. Die Version 1.0 erschien am 21. November 2006 und mit der Gold Edition bekommt man auch das offiziele Addon: Battle March. Bisher war ich mit der Warhammer-Welt ja eher nicht vertraut, doch nachdem ich dieses Spiel schon mehr als zehn Stunden lang zocke, macht es mir schon einen Riesenspaß. Vielleicht steigert das auch meine Motivation, irgendwann einmal mit Warhammer Online anzufangen ;D.
Doch nun zurück zu dem Strategie-Spiel: Die meiste Action dieses Games, findet zweifellos auf dem Schlachtfeld statt. Dabei werden aber nicht erst eine Base aufgebaut, Upgrades und Rüstungen erforscht, Einheiten und Helden ausgebildet, sondern man beginnt sofort mit einer vorher auszuwählenden Armee. Man muss sich das in etwa so wie die Total War Reihe vorstellen. Dabei hat man (dank des Addons) eine ziemlich große Auswahl an Völkern: Dabei reicht die Palette über fast alle Kreaturen, die das Fantasy hergibt - von Hoch- und Dunkelelfen, über Zwerge, Orks, Goblins, bis hin zu den Chaos-Truppen des Nordens, nicht zu vergessen natürlich auch die Menschen des Imperiums. Insgesamt 18 verschiedene Volksstämme stehen zur Auswahl. In den drei verschiedenen Kampagnen widmet man sich dann den Menschen, den Orks & Goblins, und den Chaoshorden. In letzterem bin ich mittlerweile im vierten Kapitel angekommen; die Story war im Grunde zwar nicht sehr tiefgreifend, dafür sind die Missionen allesamt gut zu bewältigen und nicht übermäßig schwer. Frustration kann sich dabei also kaum einstellen.

Chaoshorden gegen Hochelfen - ein harter Kampf
Nun will ich aber noch ein wenig näher auf die Kämpfe eingehen. Die Armeen sind meist aufgeteilt in Helden, (normale) Truppen, und Belagerungswaffen. Während Katapulte und andere Kriegsmaschinen mächtig Schaden austeilen, weil sie mit einem Schlag ein ganzes Batallion auslöschen können, so sind die normalen Soldaten nicht minder wichtig. Zusätzlich zu den vielen verschiedenen Waffengattungen (Musketen, Pistolen, Bögen, Armbrüste, viele Schwerter, Äxte, Hämmer etc.) stehen den Kriegern auch viele individuelle Fähigkeiten zur Verfügung. Allerdings liegt die Hauptmacht bei den Helden. Deren Fähigkeiten sind äußerst vielfältig - aber es gibt drei verschiedene Arten von Skills: einmal welche für allgemeinen Kampf, dann welche für die Führung von Truppen (Moral, Magische Schilde usw.) und welche für Duelle. Letzteres kann häufig passieren, wenn in der Schlacht zwei Helden aufeinander treffen. Dann kommt es zu einem Zweikampf, bei dem die normalen Truppen nicht eingreifen dürfen. Wem ein solches Duell dann doch zu brenzlich wird, der kann natürlich dann immer noch fliehen, muss allerdings mit einer sehr schlechten Moral der eigenen Kämpfer rechnen. Und sollte man einmal zu viele Truppen verlieren, so kann man auf der Karte bestimmte magische Orte erobern, um gefallene Einheiten zu ersetzen oder neue zu rekrutieren.

Ein episches Duell - Dämonenprinz VS Drachenreiter
Zur Steuerung im Allgemeinen lässt sich sagen, dass diese wirklich sehr einsteigerfreundlich gehalten ist, und nachdem man das Tutorial absolviert hat, ist man ziemlich gut für die bevorstehenden Schlachten vorbereitet. Auch die Kameraführung ist nicht störend, man muss nicht ständig herumjustieren, und der Zoom ist wirklich beeindruckend.

Klein aber oho - die Skaven, ein Volk aus Rattenmenschen
Womit ich auch schon bei der Grafik wäre: Diese lässt wirklich nicht zu wünschen übrig. Allerdings sind die Anforderungen schon etwas höher gesetzt, wenn man das Spiel in seiner vollen Pracht genießen möchte. Das hingegen lohnt sich aber. Das Spiel strotzt förmlich vor Detailreichtum, vor allem was die Einheiten anbelangt. Jede Einheit in einem Batallion sieht ein bisschen anders aus, zum Beispiel tragen sie eine andere Schildbemalung, eine andere Frisur, andere Kleidung usw. Auch Gras, Bäume, Felsen und andere landschaftliche Elemente, sowie Burgen, Türme und Gebäude, die teilweise in die Kriegshandlungen mit einbezogen werden, sehen wirklich großartig aus. Insgesamt ist die Grafik wirklich fantastisch, Schlachten wirken sehr realistisch und auch mit Blut wird nicht gegeizt.

Schön und gefährlich - die Dunkelelfen
Als Fazit kann man also sagen:
Wer ein anspruchsvolles und grafisch wunderschönes Echtzeit-Strategiespiel haben will, wird mit der Warhammer - Mark of Chaos - Gold Edition sehr zufrieden sein. Die Bandbreite der Möglichkeiten reicht vom Erstellen eigener Armeen, über Einzelgefechte und Kampagnen, bis hin zu riesigen Massenschlachten mit mehreren Spielern. Außerdem kann man eintauchen in die fantastische Welt von Warhammer, die immerzu von Kriegen zerrissen, kurz vor dem Untergang steht und deren Geschicke von den vielen grausamen Göttern gelenkt werden. Man sollte dieses Spiel unbedingt einmal gespielt haben!
Nun seid ihr gefragt:
Reizt euch das Warhammer Imperium?
Kennt ihr die fantastische Hintergrundgschichte des Spiels
Was haltet ihr von Warhammer - Mark of Chaos?